Donauleiten von Passau bis Jochenstein

Hochstein (Foto: Sebastian Zoder)
Hochstein (Foto: Sebastian Zoder)

Name: Donauleiten von Passau bis Jochenstein

Gebietsgröße: 401 ha (NSG), 517 ha (FFH)

Betreut seit: Januar 2001

Bedeutung:

sehr hohe Artenvielfalt durch Lebensraummosaik; bayerische "Wärmeinsel" an der Wanderachse Donau

Typische Lebensräume:

Wärmebegünstigte, meist südexponierte Steilhänge mit Silikatfelsen und Schutthalden, Eichen-Hainbuchen-Wälder, Felswände, Buchen- und Schluchtwälder sowie Weichwasser-Quellbächen

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Info-Flyer der Gebietsbetreuung "Naturschutz- und FFH-Gebiet Donauleiten von Passau bis Jochenstein"

Das Naturschutzgebiet (NSG) "Donauleiten von Passau bis Jochenstein" ist Bestandteil des europäischen Schutzgebietzsystems NATURA 2000, einem bedeutenden Netzwerk von europäischen Schutzgebieten.
Das Naturschutzgebiet wurde 1986 ausgewiesen und hat eine Größe von 401 ha. Es erstreckt sich über mehrere Teile auf einer Länge von ca. 30 km, von etwa 290 m ü. NN bis auf ca. 550 m ü. NN. Deutliche Unterschiede weisen die Hänge in ihrer Temperaturverteilung auf; an den Oberhängen ist es zumindest zeitweise um einige Grad kühler als am Hangfuß.

Daniel Gueffroy low.JPG

Name: Daniel Gueffroy

Ausbildung:

- Zivildienst als Vogelzivi auf Langeoog

- Studium Landschaftsökologie und gymnasiales Lehramt für Biologie und Geographie

- 25 Jahre Schuldienst

Im Dienst seit: 2026

Träger: Haus am Strom

Thematische Schwerpunkte:

- Monitoring bedrohter Tier- und Pflanzenarten

- Initiierung und Begleitung von Maßnahmen zur Habitatoptimierung und Begleitung von Artenhilfsprogrammen

- Umweltbildung: Führungen, Vorträge, Pressearbeit

- Netzwerkpflege der verschiedenen Akteure im Naturschutzgebiet

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Daniel Gueffroy

Ehrenamtliche Mitarbeit in der Wasservogelzählung am Inn (LfU), Betreuung einer Beobachtungsfläche im Rahmen des Monitoring häufiger Brutvögel vom Dachverband Deutscher Avifaunisten zusammen mit dem LBV, Betreuung von Amphibienzäunen (Bund Naturschutz Passau), leidenschaftlicher Radler

Kontakt

Daniel Gueffroy

Umweltstation Haus am Strom, Am Kraftwerk 4, 94107 Untergriesbach

Telefon: 08591/4629960

Mobil: 017698285626

Webseite: www.hausamstrom.de
Äskulapnatter (Zamenis longissimus)
Äskulapnatter (Zamenis longissimus)

Tierarten:

ca. 4000

Pflanzenarten:

ca. 450

Highlights:

Östliche Smaragdeidechse, Äskulapnatter, Hirschkäfer, Spanische Flagge, Siebenpunktierter Halsbock, Michelis-Segge, Besen-Beifuß

Hilfsprogramme für:

Smaragdeidechse, Hirschkäfer, Gelbbauchunke, Michelis-Segge, Fetthennenbläuling, Heller und Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Naturschutz-Projekte:

laufend:

FFH-Managementplan

Umsetzung des Pflege- und Entwicklungsplans

Umsetzung des "Smaragdeidechsenkonzepts 2005"

 

abgeschlossen:

LIFE-Naturwaldprojekt (2009)

Besondere Lebensraumtypen:

Hang- und Schluchtwälder, Eichen-Hainbuchenwälder, Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation, Blockschutthalden

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Etwa 450 verschiedene Pflanzenarten, darunter Raritäten wie die Michelis-Segge, Neunblättrige Zahnwurz, Klebriger Salbei, Alpenveilchen, Besen-Beifuß und Pimpernuss kommen im Naturschutzgebiet Donauleiten vor.
Weiterhin leben in den Donauleiten über 4000 Tierarten. Viele Arten sind besonders wärmebedürftig, weshalb sie das milde Klima des Donautals bevorzugen. Das Naturschutzgebiet weist die größte Artenvielfalt unter den Reptilien in Bayern auf. Acht von zehn heimischen Arten kommen hier vor. Darunter sind die deutschlandweit sehr seltene Äskulapnatter und die ebenso seltene Östliche Smaragdeidechse. In Deutschland kommen diese beiden Arten nur in den Donauleiten gemeinsam vor!
88 Vogelarten brüten hier. Besonders bemerkenswert sind Uhu, Schwarzstorch, Baumfalke, Wespenbussard, Wasseramsel und Pirol sowie fast alle Spechtarten. Des Weiteren kommen acht verschiedene Amphibienarten, weit über 2600 Insektenarten, 142 Molluskenarten und 173 Spinnenarten vor. Unter den Insekten ist der Hirschkäfer wohl der beeindruckendste Bewohner der Donauleiten.

Hirschkäfer (Lucanus cervus)
Hirschkäfer (Lucanus cervus)
Mauereidechse
Mauereidechse
Ringelnatter
Ringelnatter
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)
Smaragdeidechse (Lacerta viridis)

Was Sie unbedingt erleben müssen

Erwandern Sie das Gebiet auf dem LIFE-Naturwald-Weg. Auf 4 1/2 Kilometern können Sie nahezu alle Facetten des Gebietes entdecken - von steilen Felsbereichen bis hin zu kühlen Bachschluchten. Eine Begegnung mit Reptilien, vor allem der Smaragdeidechse, ist zur richtigen Jahreszeit ab Mitte April nahezu garantiert.
Mehr Informationen bekommen Sie natürlich bei Ihrem Gebietsbetreuer.

Einen Wanderwegeflyer können Sie hier herunterladen.

Die schönsten Orte im Gebiet

Die Donauleiten sind zwar eng mit der umliegenden Infrastruktur verzahnt, dennoch gibt es hoch über der Donau einige Plätze, die zum Verweilen einladen. Hier kann man, umgeben von der wunderbaren Natur, die Zeit vergessen. Hier sind meine Geheimtipps: Der Hochstein, die Jägersruh und der Ebenstein. Alle Orte erreichen Sie über offizielle Wanderwege.

Die Angebote

Buchen Sie eine geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet oder eine Vortrag zu verschiedenen Themen - geeignet sowohl für Fachpublikum als auch interessierte Laien. Besonders empfehlenswert sind Wanderungen im April und Mai. Dann sind nämlich viele Reptilien besonders aktiv.
Auswahl meiner Vortragsthemen:
Das Donautal, Tier- und Pflanzenwelt in den Donauleiten, Reptilien, Vögel, Hirschkäfer und alles über Wald.

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