Werdenfelser Land und Staffelseeraum

Werdenfels
Werdenfels

Name: Werdenfelser Land und Staffelseeraum

Gebietsgröße: rund 32.000 ha

Betreut seit: Januar 2019

Bedeutung: Größte noch zusammenhängend erhaltene Streuwiesenlandschaft Mittel- und Westeuropas. Das auf über 20 km zusammenhängende Band ursprünglicher Nass-, Feucht- und Streuwiesen steht in Verbindung mit dem größten noch intakten Moor Mitteleuropas (Murnauer Moos). Weltweit größtes bekanntes Vorkommen von Buckelwiesen (Magerwiesen mit nacheiszeitlich geprägtem Mikrorelief). Zahlreiche seltene und stark gefährdete Arten mit teils bayernweit bedeutsamen Bestandsgrößen.

Typische Lebensräume: Hoch-, Nieder- und Übergangsmoore, Nass-, Feucht- und Streuwiesen, Seeuferbereiche, Kiesbänke, Bergwiesen, Almweiden, Bergwälder, subalpine und alpine Rasen, Fels- und Schuttbereiche und vieles mehr.

Besonderheit: -

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NSG Murnauer Moos
Weite Streuwiesen, naturbelassene Hochmoore und natürliche Waldinseln (sog. „Köchel“) vor einer herrlichen Bergkulisse: Das größte Alpenrandmoor Mitteleuropas ist ein Refugium für viele vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

NSG Westlicher Staffelsee mit angrenzenden Mooren
Blühende Streuwiesen und glasklares Wasser des Staffelsees vor dem Bergpanorama des Estergebirges: Ein Voralpen-Idyll im Blauen Land.

Extensive Nutzungsformen haben die Streuwiesen zwischen eingestreuten Spirkenfilzen westlich des Staffelsees erschaffen. Durch den kleinräumigen Wechsel verschiedener Lebensräume konnte sich eine hohe Artenvielfalt ausbilden. Durch randlichen Torfabbau und zur ehemaligen Streuwiesennutzung notwendige Entwässerungen und Spirkenrodungen sind die Hochmoore heute unterschiedlich stark degeneriert.

Oberes Loisachtal
Streuwiesen, Quellseen und Quellaufstoßmoore, Auen, Schwemmkegel und verschiedene Trockenbiotope kennzeichnen den Talraum unter dem Südabfall des Estergebirges.

Moor-und Streuwiesenkomplexe im Oberen Loisachtal
Der Großteil des Loisachtals zwischen Farchant und Eschenlohe wird von ausgedehnten Streuwiesen- und Moorflächen geprägt, die zusammen mit dem Murnauer Moos und den Kochelsee-Mooren eine etwa 25 km lange deutschlandweit einzigartige Verbundachse bilden.

Weite Bereiche des national bedeutsamen Pfrühlmoos werden von einzigartigen Hochmoorgesellschaften eingenommen, die neben Schlenken-Torfmoosgesellschaften enge Verzahnungen mit Latschen-Bergkiefern-Filzen aufweisen.

Aufgrund des teilweise außerordentlich typenreichen Spektrums zeichnen sich die Moor-und Streuwiesenkomplexe im Loisachtal durch eine artenreiche und wertvolle Flora mit teilweise äußerst seltenen und stark bedrohten Sippen und Pflanzengesellschaften aus.

Schneeheide-Kiefernwälder und Alpenmagerweide im Oberen Loisachtal
Auf dem Schwemmkegel des Kuhfluchtgrabens bei Farchant wachsen Schneeheide-Kiefernwälder, ein besonders wertvolles Trockenwaldökosystem, das in Bayern zu den seltenen Waldgesellschaften gehört. Durch jahrhundertelange extensive Beweidung ist eine parkähnliche Landschaft, die „Föhrenheide“, entstanden. Diese noch heute zum überwiegenden Teil in traditioneller Form als Heimweide genutzte Alpenmagerweide ist besonders artenreich.

Estergebirge
Hangschutt- und Schluchtwälder, Borstgras- und Magerrasen, Latschengebüsche, alpine Zwergstrauchheiden, Quellmoore und Felsen. Der etwas über 2.000 m hohe subalpine und alpine Gebirgsstock zeigt verschiedene Facetten mit hohem Strukturreichtum.

In der Karstschüssel des Michelfeldes finden sich zahlreiche eindrucksvolle Karsterscheinungen wie Karren, Dolinen und Höhlen. Am Wildsee auf 1.400 m finden sich neben einer bemerkenswerten Unterwasservegetation ungewöhnliche Schwingdeckenmoore für diese Höhenlage. Hier fliegen seltene Libellenarten.

Das Estergebirge gehört zum EU-weiten Natura-2000-Schutzgebietsnetz und ist sowohl FFH-Gebiet als auch EU-Vogelschutzgebiet. Es ist u.a. Lebensraum für zahlreiche alpine Vogelarten wie Alpenschnee-, Auer-, und Birkhuhn. Weitere geschützte Arten sind Frauenschuh und Alpenbock.

Pfrühlmoos
Pfrühlmoos
Estergebirge
Estergebirge
Föhrenheide
Föhrenheide
Blick ins Loisachtal
Blick ins Loisachtal
Blick ins Murnauer Moos
Blick ins Murnauer Moos
Rotenfilz
Rotenfilz
Daniela Feige
Daniela Feige

Name: Daniela Feige

Ausbildung:

Dipl.-Landschaftsökologin

Im Dienst seit: 2019

Träger: Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Thematische Schwerpunkte:

Arten- und Lebensraumschutz, Wiesenbrüterschutz, Flächensicherung, Monitoring, Öffentlichkeitsarbeit

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Daniela Feige

Daniela Feige war zwischen 2011 und 2018 für mehrere Umweltplanungsbüros im Fachbereich Artenschutz tätig. Hier war sie vorrangig für Feldkartierungen verschiedener Artengruppen zuständig und erarbeitete Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen. Ihr Schwerpunkt ist die Ornithologie und die Libellenkunde. Eine Saison leitete Daniela Feige die Vogelberingung in einer der größten Vogelberingungsstation Europas. Zuvor war sie in Forschungs- und Umweltbildungseinrichtungen im In- und Ausland tätig. Seit 2019 ist sie Gebietsbetreuerin für das Werdenfelser Land und den Staffelseeraum.

Kontakt

Daniela Feige

Natur & Umwelt Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Olympiastraße 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Telefon: 08821 751417

Alpenschneehuhn im NSG Ammergebirge
Alpenschneehuhn im NSG Ammergebirge

Tierarten: -

Pflanzenarten: -

Highlights: -

Hilfsprogramme für: -

Bedrohung: -

Naturschutz-Projekte: -

Besondere Lebensraumtypen: -

Mehr Informationen

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Was Sie unbedingt erleben müssen

  • Bohlenweg durch den Langen Filz im Murnauer Moos
  • Gelbbauchunken- und Wachtelkönigkonzert im Murnauer Moos zur Abenddämmerung
  • Crocusblüte im Frühjahr bei Gerold
  • Botanischer Alpengarten auf dem Schachen (Juli)
  • Kohlröschenblüte auf dem Wank (Hochsommer)
  • Radlrunde zu den Sieben Quellen und um das Pfrühlmoos zwischen Oberaus und Eschenlohe
  • Bergwanderung auf den Heimgarten mit weitem Ausblick auf das Werdenfelser Land und den Staffelseeraum

Die schönsten Orte im Gebiet

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Die Angebote

Auf meinen Exkursionen möchte ich Sie mitnehmen auf eine Reise in die jeweilige Entstehungsgeschichte der Landschaft, deren Antlitz im Wesentlichen durch den Menschen geprägt wurde und für deren Erhalt heute unterschiedlichste Naturschutzbemühungen unternommen werden. Ich möchte Sie auf Besonderheiten in unserem Landkreis aufmerksam machen, aber auch den Blick auf die oft kleinen und übersehenen Juwelen am Weges- und Grabenrand aufmerksam machen.

Für dieses Jahr plane ich öffentliche Exkursionen in die Kulturlandschaft der Föhrenheide bei Farchant, eine naturkundliche Exkursion ins Naturschutzgebiet "Westlicher Staffelsee mit angrenzenden Mooren" sowie eine Exkursion mit dem Schwerpunkt Libellen. Über ein reges Interesse an unserer heimischen Natur freue ich mich sehr. Bei Interesse an den Exkursionen kontaktieren Sie mich bitte.

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